Vaelor Rotschwinge hatte sich inzwischen an das Pferd gewöhnt. An den Staub weniger.
Vom Rücken Kharos' war es leicht gewesen, sich in fremden Landen zurechtzufinden. Flüsse, Wälder und Höhenzüge zeichneten den Weg selbst aus großer Entfernung. Vom Rücken eines Pferdes hingegen bestand die Welt vor allem aus Straße, Bäumen und gelegentlichen Weggabelungen. Die letzten Tage hatte Vaelor versucht, das ungewohnte Reittier so wenig wie möglich zu bremsen. Das erwies sich als erstaunlich einfach. Schwieriger war eine andere Entscheidung gewesen. Bei der letzten Abzweigung hatte die breitere Straße nach Osten geführt, während der schmalere Weg sich nach Norden wandte. Vaelor hatte nicht lange gezögert.
Inzwischen zweifelte er an dieser Entscheidung. Die breitere Strasse wurde enger, bis sie abrupt endete. Er hielt an und betrachtete schweigend die Landschaft vor sich. Nichts davon kam ihm bekannt vor. Was für sich genommen wenig bedeutete, schließlich kannte er diese Länder ohnehin nicht. Beunruhigender war, dass seit geraumer Zeit weder andere Teilnehmer noch Spuren eines Rennens zu sehen waren.
Sein Magen meldete sich. Vaelor griff nach dem kleinen Proviantbeutel und fand darin genau das, was er bereits erwartet hatte. Nichts. Bei der Vorbereitung in Ricikusas hatte es vernünftig gewirkt, Gewicht einzusparen. Jetzt erschien ihm dieser Gedanke weniger überzeugend.
Unwillkürlich hob er den Blick zum Himmel. Mit Kharos hätte ein einziger Aufstieg genügt. Vaelor schwieg einen Moment, dann zog er die Zügel herum.
„Wir haben uns verirrt.“
Das Pferd schnaubte.
„Ich weiß.“
Und so machte sich Vaelor Rotschwinge, Träger des Hexenmals und Reiter der Himmel Lemurias, hungrig auf die Suche nach der Silberfjord-Straße.
Rennen zur Eröffnung der Silberfjord-Straße
Re: Rennen zur Eröffnung der Silberfjord-Straße
Mitteilung der Rennleitung,
+ Im Zielareal gibt es ein reichhaltiges Büffet für alle, die ihren Proviantbeutel für das Rennen gelehrt haben (Jeder Teilnehmer bekommt 100 Silber).
+ Die Detailauswertung des Siegers läuft noch (Tavernenbeiträge durchaus noch erwünscht)
+ Bitte alle Teilnehmer an Bord des Kanal-Kreuzers zu gehen (BETRETE Schiff 6a). Er legt ab, wenn alle Teilnehmer an Bord sind.
+ Im Zielareal gibt es ein reichhaltiges Büffet für alle, die ihren Proviantbeutel für das Rennen gelehrt haben (Jeder Teilnehmer bekommt 100 Silber).
+ Die Detailauswertung des Siegers läuft noch (Tavernenbeiträge durchaus noch erwünscht)
+ Bitte alle Teilnehmer an Bord des Kanal-Kreuzers zu gehen (BETRETE Schiff 6a). Er legt ab, wenn alle Teilnehmer an Bord sind.
Re: Rennen zur Eröffnung der Silberfjord-Straße
Bormin wagte kaum sich umzudrehen. War der freche Junker jetzt noch hinter ihm oder nicht? Und er war sich sicher, dass Rennleberkäse jetzt am Ende doch noch nachgab. Eigentlich war der Hengst ein gutes Rennen gelaufen, doch die anderen Teilnehmer hatten aufgeholt und waren jetzt gleichauf. Da konnte er sich noch so sehr ins Zeug werfen. Das Pferd war am Ende. Der Schaum stand im Fell und die geschmeidigen Bewegungen hatten an Kraft verloren.
Die Straße verlief nun breit und gerade in einer großen Ebene. Auf der letzten Anhöhe war bereits das Meer zu sehen gewesen. Aus den Augenwinkeln betrachtete Bormin noch einmal seine Konkurrenten. Er hatte zwar reichlich eigene Probleme, aber die anderen sahen auch bereits etwas abgekämpft aus.
Am Frischesten war wohl noch Johann Silberhand von den Wächtern der Unterwelt. Ein junger Zwerg, der doch tatsächlich einen Handschuh hatte, der im unverwechselbaren Glanz von reinem Silber strahlte. Aber eigentlich war der Handschuh zu eng, dass da noch eine Hand hineingepasst hätte. Ob der wirklich eine silberne Hand hat? Leicht ist das sicher nicht. PAH! Beim Nachdenken hätte Bormin fast die Spur verloren, doch Rosinante hatte aufgepasst, sodass es bei einem unangenehmen Ruck blieb.
Ronald Tekener von der Koalition Thoregon war mit einem Wechselpferd unterwegs. Eigentlich sollte der Mensch doch am besten durchkommen, aber lei-hhhiiiicht war das sicher auch nicht. Und dem Blick des geübten Reiters entging nicht, dass das zweite Pferd nicht mehr ganz das rassigste war und somit offenbar nur das sehr üppige Gepäck tragen durfte. Zelt, Eisenpfanne, Schlafsack, Gelsenspray ... welcher Schalk hatte dem das erlaubt? Vielleicht hatte der sogar Essen mitnehmen dürfen und so ein, zwei kleinere Waffen? Die Welt ist ungerecht und ich werde mich bei der Rennleitung beschweren, gleich nachdem ich gegessen habe ... und nach dem 5ten Bier, dem 2ten Essen, einer Bartpflege, einem weiteren Essen und noch ein, zwei Beruhigungsbierchen. Rennleberkäse bekommt Futter und Wasser und das Fell muss trocken gerieben werden. WAS? Erschrocken über diese ketzerischen Gedanken konzentrierte er sich auf das Bild eines Schlachterbeils. Das wollte aber nicht so richtig fokussieren und entwischte seinen Gedanken immer wieder. Der nächste Ausritt in den Straßengraben brachte ihn wieder in die Spur.
Der stille Mentair en Varya en Cala zeigte sich während des ganzen Rennens als wahrer Elf. Zurückhaltend, freundlich und still. Eigentlich wunderte es Bormin, dass er auf einem Pferd und nicht auf einem Rennwildschwein saß bzw. war seine Vermutung immer gewesen, dass Elfen auf wilden Bäumen, also Ents durch die Gegend sausen. Naja, offenbar gibt es auch Ausnahmen. Mentair war auch jetzt auf der Zielgeraden ganz ruhig und fokussiert. Sogar sein Pferd wirkte irgendwie noch immer ruhig. Aber irgendwie machte ihn das auch nicht schneller als alle anderen, die am Ende ihrer Kräfte ihre Rennschinken antrieben.
Reddora Felsenspringer von den Smaragdzwergen war eine Zwergin nach Bormins Geschmack. Pausbackig und rot vor Anstrengung im Gesicht war sie ihrem Pferd und sich auch nichts schuldig geblieben. Wenn sie so den Rennschinken antrieb, konnte man fast Gefühle bekommen. Und das war noch dazu eine Stute. Hmmm, ob man da schnelle Pferde züchten könnte? PAH! Schlachtbeil, Schlachtbeil, Schwachleil, Hrachmei ...
Bormin hatte in Gedanken gar nicht richtig mitbekommen, dass die Ziellinie schon in Sichtweite war. Irgendwie war er knapp vorm Verhungern oder an einer Ohnmacht. Jetzt liegt es an Dir Rennleberkäse. Und Rosinante gab sich noch einmal alle Mühe und trug den Reiter im Feld der anderen über die Ziellinie. Passender Weise war die Ziellinie gleich vor der Taverne zur Fjordstraße gezogen worden und noch praktischer war, dass eine Pferdetränke gleich neben der Schenke stand.
Dort lud Rosinante den besinnungslosen Reiter ab. Sofort verwöhnte ihn jemand mit Hafer und Wasser. Und auch der Zwerg wurde hustend und prustend aus dem Wasser gefischt und eine schelmisch lachende Zwergin reichte ihm Bier und Speck mit Ei. In der Taverne wurden alle Träume von Bormin wahr. Nur Schlachtbeil war keines bereitgestellt worden. Und weil er sonst aufstehen und eines suchen hätte müssen, verzichtete er aus Bequemlichkeit auf die Verwirklichung dieses Vorhabens. Heimlich in der Nacht hat er Rosinante sogar gefüttert und von neuen Plänen erzählt. Aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden.
Stunden später kam der Junker Borinsgrod an. Da waren die Feierlichkeiten schon voll im Gange. Da Borinsgrod kein Teilnehmer war, hatte er selbst zu bezahlen und als er die Platzierung von Bormin erfuhr, wurde er blass und verzog sich heimlich in die Nacht.
Die Straße verlief nun breit und gerade in einer großen Ebene. Auf der letzten Anhöhe war bereits das Meer zu sehen gewesen. Aus den Augenwinkeln betrachtete Bormin noch einmal seine Konkurrenten. Er hatte zwar reichlich eigene Probleme, aber die anderen sahen auch bereits etwas abgekämpft aus.
Am Frischesten war wohl noch Johann Silberhand von den Wächtern der Unterwelt. Ein junger Zwerg, der doch tatsächlich einen Handschuh hatte, der im unverwechselbaren Glanz von reinem Silber strahlte. Aber eigentlich war der Handschuh zu eng, dass da noch eine Hand hineingepasst hätte. Ob der wirklich eine silberne Hand hat? Leicht ist das sicher nicht. PAH! Beim Nachdenken hätte Bormin fast die Spur verloren, doch Rosinante hatte aufgepasst, sodass es bei einem unangenehmen Ruck blieb.
Ronald Tekener von der Koalition Thoregon war mit einem Wechselpferd unterwegs. Eigentlich sollte der Mensch doch am besten durchkommen, aber lei-hhhiiiicht war das sicher auch nicht. Und dem Blick des geübten Reiters entging nicht, dass das zweite Pferd nicht mehr ganz das rassigste war und somit offenbar nur das sehr üppige Gepäck tragen durfte. Zelt, Eisenpfanne, Schlafsack, Gelsenspray ... welcher Schalk hatte dem das erlaubt? Vielleicht hatte der sogar Essen mitnehmen dürfen und so ein, zwei kleinere Waffen? Die Welt ist ungerecht und ich werde mich bei der Rennleitung beschweren, gleich nachdem ich gegessen habe ... und nach dem 5ten Bier, dem 2ten Essen, einer Bartpflege, einem weiteren Essen und noch ein, zwei Beruhigungsbierchen. Rennleberkäse bekommt Futter und Wasser und das Fell muss trocken gerieben werden. WAS? Erschrocken über diese ketzerischen Gedanken konzentrierte er sich auf das Bild eines Schlachterbeils. Das wollte aber nicht so richtig fokussieren und entwischte seinen Gedanken immer wieder. Der nächste Ausritt in den Straßengraben brachte ihn wieder in die Spur.
Der stille Mentair en Varya en Cala zeigte sich während des ganzen Rennens als wahrer Elf. Zurückhaltend, freundlich und still. Eigentlich wunderte es Bormin, dass er auf einem Pferd und nicht auf einem Rennwildschwein saß bzw. war seine Vermutung immer gewesen, dass Elfen auf wilden Bäumen, also Ents durch die Gegend sausen. Naja, offenbar gibt es auch Ausnahmen. Mentair war auch jetzt auf der Zielgeraden ganz ruhig und fokussiert. Sogar sein Pferd wirkte irgendwie noch immer ruhig. Aber irgendwie machte ihn das auch nicht schneller als alle anderen, die am Ende ihrer Kräfte ihre Rennschinken antrieben.
Reddora Felsenspringer von den Smaragdzwergen war eine Zwergin nach Bormins Geschmack. Pausbackig und rot vor Anstrengung im Gesicht war sie ihrem Pferd und sich auch nichts schuldig geblieben. Wenn sie so den Rennschinken antrieb, konnte man fast Gefühle bekommen. Und das war noch dazu eine Stute. Hmmm, ob man da schnelle Pferde züchten könnte? PAH! Schlachtbeil, Schlachtbeil, Schwachleil, Hrachmei ...
Bormin hatte in Gedanken gar nicht richtig mitbekommen, dass die Ziellinie schon in Sichtweite war. Irgendwie war er knapp vorm Verhungern oder an einer Ohnmacht. Jetzt liegt es an Dir Rennleberkäse. Und Rosinante gab sich noch einmal alle Mühe und trug den Reiter im Feld der anderen über die Ziellinie. Passender Weise war die Ziellinie gleich vor der Taverne zur Fjordstraße gezogen worden und noch praktischer war, dass eine Pferdetränke gleich neben der Schenke stand.
Dort lud Rosinante den besinnungslosen Reiter ab. Sofort verwöhnte ihn jemand mit Hafer und Wasser. Und auch der Zwerg wurde hustend und prustend aus dem Wasser gefischt und eine schelmisch lachende Zwergin reichte ihm Bier und Speck mit Ei. In der Taverne wurden alle Träume von Bormin wahr. Nur Schlachtbeil war keines bereitgestellt worden. Und weil er sonst aufstehen und eines suchen hätte müssen, verzichtete er aus Bequemlichkeit auf die Verwirklichung dieses Vorhabens. Heimlich in der Nacht hat er Rosinante sogar gefüttert und von neuen Plänen erzählt. Aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden.
Stunden später kam der Junker Borinsgrod an. Da waren die Feierlichkeiten schon voll im Gange. Da Borinsgrod kein Teilnehmer war, hatte er selbst zu bezahlen und als er die Platzierung von Bormin erfuhr, wurde er blass und verzog sich heimlich in die Nacht.
Rette das Pferd
Die Nachricht von ihrer Mutter war seltsam. Also eigentlich war es sogar seltsam, dass sie überhaupt Silber für einen Raben ausgab.
„Rette das Pferd!“ lautet der Titel und danach folgte ein Schwall an Anweisungen, die allesamt nicht zur Erhellung beitrugen. „Geh zum Zieleinlauf des großen Rennens und halte nach dem Teilnehmer der Sturschädel Ausschau. Wenn du einen Zwerg vor dir hast, dem der Wahn aus den Augen trieft, der sein Pferd Rennleberkäs nennt und ihm ständig was von einem Schlachtbeil erzählt, dann hast du den Richtigen.
Bringe ein Fässchen Bier und ein Brot mit einer dicken Scheibe Braten. Und spare nicht mit dem Bratenfett. Nimm außerdem die Rüstung deines verstorbenen Vaters mit und sieh zu, dass du sie gegen das Pferd tauschen kannst. Du musst dieses arme, geschundene Pferd unbedingt aus den Fängen dieses Irren retten. PS: zieh das Lederschnürmieder an, das hellbraune, du weißt schon welches.“
Jaja das „Vater-hätte-nie-erlaubt-dass-du-sowas-in-derr-Öffentlichkeit-trägst“-Mieder mit dem tiefen Ausschnitt. Dass ihre Mutter so aufgebracht war, hatte sie selten erlebt. Sogar Vaters alte Rüstung sollte sie hergeben, wo doch sonst alles heilig war, was ihrem verstorbenen Vater gehört hatte.
Na das kann ja interessant werden dachte sich Ketnys Schinkenklopfer und begann mit den Reisevorbereitungen nach Nitamut.
Aus den Chroniken der Smaragdzwerge
„Rette das Pferd!“ lautet der Titel und danach folgte ein Schwall an Anweisungen, die allesamt nicht zur Erhellung beitrugen. „Geh zum Zieleinlauf des großen Rennens und halte nach dem Teilnehmer der Sturschädel Ausschau. Wenn du einen Zwerg vor dir hast, dem der Wahn aus den Augen trieft, der sein Pferd Rennleberkäs nennt und ihm ständig was von einem Schlachtbeil erzählt, dann hast du den Richtigen.
Bringe ein Fässchen Bier und ein Brot mit einer dicken Scheibe Braten. Und spare nicht mit dem Bratenfett. Nimm außerdem die Rüstung deines verstorbenen Vaters mit und sieh zu, dass du sie gegen das Pferd tauschen kannst. Du musst dieses arme, geschundene Pferd unbedingt aus den Fängen dieses Irren retten. PS: zieh das Lederschnürmieder an, das hellbraune, du weißt schon welches.“
Jaja das „Vater-hätte-nie-erlaubt-dass-du-sowas-in-derr-Öffentlichkeit-trägst“-Mieder mit dem tiefen Ausschnitt. Dass ihre Mutter so aufgebracht war, hatte sie selten erlebt. Sogar Vaters alte Rüstung sollte sie hergeben, wo doch sonst alles heilig war, was ihrem verstorbenen Vater gehört hatte.
Na das kann ja interessant werden dachte sich Ketnys Schinkenklopfer und begann mit den Reisevorbereitungen nach Nitamut.
Aus den Chroniken der Smaragdzwerge
Das Rennfinale
Ketnys Schinkenklopfer war mit ihrem Fuhrwerk rechtzeitig in Nitamut eingetroffen und hatte sogar noch ein Zimmer im Gasthaus Fjordstraße ergattert. Naja Zimmer traf es nicht ganz, die Türnummer war noch feucht gewesen, offensichtlich hatte der geschäftstüchtige Wirt ob des Besucheransturms jede noch so kleine Kammer, in ein „Zimmer“ umgewandelt. Dass Zwerge auch mit niedrigen Raumhöhen zufrieden waren, spielte ihm dabei durchaus in die Hände.
Sie hatte sich entsprechend der Anweisungen ihrer Mutter ausgerüstet, die Rüstung trug sie in einem Rucksack auf dem Rücken, das Fässchen Bier trug sie um die Schulter und das Bratenbrot in einer kleinen Brotdose in der Hand. Sie kam sich vor, wie eins ihrer Lastentiere, so vollgepackt war sie.
Sich in die vorderen Reihen zu schieben, war überraschend einfach gewesen, nachdem der Großteil der Zuschauen Menschen war, verstellte sie ihnen nicht die Sicht, einzig wegen des großen Rucksacks maulten einige.
Die Spannung stieg, die Rennleitung hatte verlautbaren lassen, dass eine Gruppe aus fünf Reitern fast gleichauf lag, die anderen vier waren unterwegs zurückgefallen. Von den fünf waren drei Zwerge, ein Elf und ein Mensch. Somit war klar: Zumindest ein Zwerg würde es jedenfalls aufs Podium schaffen. Sie hoffte inständig auf Reddora Felsenspringer. Gar nicht so sehr, weil sie für die Smaragdzwerge teilnahm, sondern weil sie eine Zwergin war, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens unterwegs verbrachte. So wie sie selbst. In den vielen Stunden auf ihrem Fuhrwerk hatte Ketnys oft davon geträumt, so leicht und schnell über die Lande zu brausen, wie Reddora Felsenspringer.
Eine Fanfare riss sie aus ihren Gedanken und nur wenige Augenblicke später konnte sie auf der Straße die Reiter ausmachen, wie sie auf die Ziellinie zu galoppierten. Es dauerte einige Augenblicke, bis sie wusste wer wer ist.
Der Elf Mentair en Varya en Cala war am Leichtesten zu erkennen, er war groß und dazu schlanker als alle anderen, außerdem bewegte er sich irgendwie anders. Langsam, aber unglaublich elegant sahen die Bewegungen von Pferd und Reiter aus, und dennoch war er genauso schnell wie die anderen.
Der andere große Reiter musste Ronald Tekener Thoregon Schatzsucher sein.
Die Zwerge auf die Distanz zu unterscheiden, war kniffliger. Ein silbernes Blitzen in der Sonne verriet welcher von ihnen Johann Silberhand von den Wächtern der Unterwelt war. Und dann erkannte sie ihn, den Blick wild und wie in Trance nach vorne gerichtet, das Pferd mit mehr Schaum im Fell als alle anderen, das musste Bormin der eilige Schatzsucher sein. Dann musste der Dritte Zwerg Reddora Felsenspringer sein.
Die Aufregung, ihr Idol endlich persönlich zu sehen, wich jäh der Erkenntnis, dass die Zwergin sich schwer tat, das Tempo im Schlusssprint mit zu gehen. Ebenso Ronald Tekener, welcher trotz eines Wechselpferdes weniger Reserven zu haben schien, als die anderen. Nun war es klar zu sehen, Bormin und Johann Silberhand lagen voran, doch der Elf Mentair en Varya en Cala schob sich Stück für Stück an sie heran. Als Bormin dies bemerkte, gab er seinem Pferd nochmal die Sporen und schrie irgendwas und siehe da, das Pferd beschleunigte nochmal und so preschte das Duo, bei dem man nicht zu sagen vermochte, ob Reiter oder Pferd den wilderen Blick hatten als erste ins Ziel. Johann Silberhand tat es ihm gleich und so konnte er sich eine Armeslänge Vorsprung vor dem Elfen ins Ziel retten.
Aus den Chroniken der Smaragdzwerge
Sie hatte sich entsprechend der Anweisungen ihrer Mutter ausgerüstet, die Rüstung trug sie in einem Rucksack auf dem Rücken, das Fässchen Bier trug sie um die Schulter und das Bratenbrot in einer kleinen Brotdose in der Hand. Sie kam sich vor, wie eins ihrer Lastentiere, so vollgepackt war sie.
Sich in die vorderen Reihen zu schieben, war überraschend einfach gewesen, nachdem der Großteil der Zuschauen Menschen war, verstellte sie ihnen nicht die Sicht, einzig wegen des großen Rucksacks maulten einige.
Die Spannung stieg, die Rennleitung hatte verlautbaren lassen, dass eine Gruppe aus fünf Reitern fast gleichauf lag, die anderen vier waren unterwegs zurückgefallen. Von den fünf waren drei Zwerge, ein Elf und ein Mensch. Somit war klar: Zumindest ein Zwerg würde es jedenfalls aufs Podium schaffen. Sie hoffte inständig auf Reddora Felsenspringer. Gar nicht so sehr, weil sie für die Smaragdzwerge teilnahm, sondern weil sie eine Zwergin war, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens unterwegs verbrachte. So wie sie selbst. In den vielen Stunden auf ihrem Fuhrwerk hatte Ketnys oft davon geträumt, so leicht und schnell über die Lande zu brausen, wie Reddora Felsenspringer.
Eine Fanfare riss sie aus ihren Gedanken und nur wenige Augenblicke später konnte sie auf der Straße die Reiter ausmachen, wie sie auf die Ziellinie zu galoppierten. Es dauerte einige Augenblicke, bis sie wusste wer wer ist.
Der Elf Mentair en Varya en Cala war am Leichtesten zu erkennen, er war groß und dazu schlanker als alle anderen, außerdem bewegte er sich irgendwie anders. Langsam, aber unglaublich elegant sahen die Bewegungen von Pferd und Reiter aus, und dennoch war er genauso schnell wie die anderen.
Der andere große Reiter musste Ronald Tekener Thoregon Schatzsucher sein.
Die Zwerge auf die Distanz zu unterscheiden, war kniffliger. Ein silbernes Blitzen in der Sonne verriet welcher von ihnen Johann Silberhand von den Wächtern der Unterwelt war. Und dann erkannte sie ihn, den Blick wild und wie in Trance nach vorne gerichtet, das Pferd mit mehr Schaum im Fell als alle anderen, das musste Bormin der eilige Schatzsucher sein. Dann musste der Dritte Zwerg Reddora Felsenspringer sein.
Die Aufregung, ihr Idol endlich persönlich zu sehen, wich jäh der Erkenntnis, dass die Zwergin sich schwer tat, das Tempo im Schlusssprint mit zu gehen. Ebenso Ronald Tekener, welcher trotz eines Wechselpferdes weniger Reserven zu haben schien, als die anderen. Nun war es klar zu sehen, Bormin und Johann Silberhand lagen voran, doch der Elf Mentair en Varya en Cala schob sich Stück für Stück an sie heran. Als Bormin dies bemerkte, gab er seinem Pferd nochmal die Sporen und schrie irgendwas und siehe da, das Pferd beschleunigte nochmal und so preschte das Duo, bei dem man nicht zu sagen vermochte, ob Reiter oder Pferd den wilderen Blick hatten als erste ins Ziel. Johann Silberhand tat es ihm gleich und so konnte er sich eine Armeslänge Vorsprung vor dem Elfen ins Ziel retten.
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