Burgen und allerlei Kampfregeln

Lemuria ist das neue Hauptspiel, eine vollständige Neuentwicklung.
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Rogolan
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Burgen und allerlei Kampfregeln

Beitrag von Rogolan » So 22. Feb 2026, 19:55

Burgen
Ich fand es seit jeher schade, dass Burgen in Lemuria keine Verteidigungsboni bringen. Das ist vor allem aus der Regel erwachsen, dass man Einheiten in Gebäuden nicht angreifen kann und die Bewohner zum Kampf das Gebäude verlassen.
Das mit dem Angriffsschutz ist mal ein fundamentales Feature von Lemuria, das in verschiedene Themen reingreift. Daran möchte ich auch gar nicht gravieren rütteln, denn es hat seine Logik und ist seit über 250 Runden Teil des Spiels.

Es gibt, wenn ich recht verstanden habe, zwei Möglichkeiten, wie Einheiten, die in Gebäuden stehen, doch angreifbar sind.
1.) Sie bewachen
2.) man greift eine Einheit in der Region an und die Einheiten in der Burg unterstützen.

Dadurch wird die Nichtangreifbarkeit eigentlich sehr stark ausgehöhlt. An dem Punkt würde ich gern ansetzen.
Besonders in Fall 1 aber auch in Fall 2 wäre es durchaus logisch, dass die Kämpfer einen Vorteil aus ihrer Burg ziehen (Rückzug hinter die Mauern, Deckungsfeuer von den Türmen, viele Begründungen sind denkbar). Dazu folgende Ideen:
  • Einheiten in Gebäuden, die angegriffen werden, genießen einen Defensivbonus wie ihn auch Schilde bieten. Der muss nicht bzw. nicht so stark steigen, wie das in den alten Fantasya Regeln war:
    • zivile Gebäude 1
    • Schiffe 1
    • Burgen bis inkl. Schloss 2
    • Burgen ab Festung 3
    Diese Werte kann man natürlich diskutieren und (später noch) anpassen, jedenfalls wäre es mehr als bisher
  • Einheiten in Gebäude können nicht umzingelt werden. Auf freiem Feld können bei zahlenmäßiger Überlegenheit Einheiten von bis zu 6 Gegner umzingelt werden (dieser Wert steigt/sinkt bei großen/kleinen Gegnern mit ihren GE).
    Für Einheiten in Burgen könnte man diesen Wert reduzieren oder fix auf 1 setzen. (die Angreifer müssen hintereinander durch das Tor, durch eine Bresche oder über eine Leiter). Burgen schwächen zahlenmäßige Überlegenheit von (Nah)kämpfern stark ab. Das könnte auch in Lemuria so sein.
  • Fernkämpfer und Belagerungswaffen in Burgen könnten einen Angriffsbonus bekommen. (Erhöhter Standpunkt, Höhe vergleichbar den Werten oben)
Diese Features kann man natürlich unabhängig voneinander einführen.

Fernkampf
Davon unabhängig aber doch mit Verbindungen steht eine Eigenheit von Lemuria, dass Fernkampfangriffe mit dem Nahkampftalent verglichen werden. Nahkämpfer wehren quasi wie Jediritter mit Laserschwert Fernkampfangriffe ab. Spätestens bei Katapultgeschoßen verlässt mich hier die Phantasie.
In vielen anderen Spielen Schießen Fernkämpfer gegen feste Werte und treffen unabhängig vom Talent des Ziels. (z.B. Katapult gegen 1, Armbrust gegen 2, Bogen gegen 3)
Beide Systeme haben ihre Stärken und Schwächen. Eine Mischung wäre finde ich ziemlich gut. Grundsätzlich ein Basiswert, der durch das abgeminderte Waffentalent des Kämpfers erhöht wird (z.B. 30-50% des TaW). Auch wenn ein Pfeilhagel wohl in Wirklichkeit keinen Unterschied macht, wie gut das Ziel kämpfen kann, fände ich es sehr in Ordnung, wenn Krieger, die dutzende oder gar hundert Lernrunden haben, schwerer zu treffen sind als völlige Rookies.

An der Stelle kommen auch wieder die Gebäude ins Spiel, die könnten wie Schilde auch einen Bonus geben.
Der Teil ist wohl programmiertechnisch ein großer Eingriff, da Lemuria meines Wissens bei der Trefferermittlung nicht zwischen Fern- und Nahkampfangriffen unterscheidet. Wenn man das trennt, ließen sich auch die unterschiedlichen Berechnungsmodi umsetzen.
Dazu müsste es wohl auch Reihenfolgen der Waffengattungen im Kampf geben. Das gibt es bei den Zaubersprüchen glaube ich, aber die Fernkämpfer schießen denke ich immer am Schluss.
Eine Reihenfolge, die man öfter sieht, wäre:
1. Zauber
2. Fernkämpfer
3. Nahkämpfer
So, nun genug Ideen fürs Erste

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Thalian
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Re: Burgen und allerlei Kampfregeln

Beitrag von Thalian » So 1. Mär 2026, 08:47

Burgenkampf

Den Verteidigungsbonus gab es mal, aber wegen der Kampfregel-Vereinfachung gibt es praktisch keine Angriffe auf Burginsassen und somit wurde der Bonus irrelevant. Es spricht aber nichts gegen die Wiedereinführung im Zuge der Kampfregeländerungen.

Ein Punkt, der mir noch wichtig ist (gerade für die Programmierung) ist eine Regelung, welche Art Angreifer überhaupt Burgbewohner (oder andere Gebäude) angreifen kann. Da gibt es mindestens vier „Klassen“ von Angreifern:

1. Monstergruppen wie z.B. ein Wolfsrudel
2. Spieler-Einzelpersonen oder kleine Trupps
3. Gut bewaffnete und gerüstete Armeen mit Nah- und Fernkämpfern (ohne Katapulte)
4. Belagerungsarmeen mit der Fähigkeit, Burgen zu zerstören

Ich finde, dass jegliche Art von Gebäude vor Monsterangriffen Schutz bieten sollte. Die derzeitigen Regeln bieten genau das - nur die Wachen können angegriffen werden.
Wie sieht es bei Einzelkämpfern oder kleinen Überfalleinheiten aus? Sagen wir bis zu fünf Personen. Normale Gebäude bieten keinen Schutz vor Angriffen. Ein Überfall auf Sägewerkarbeiter ist also möglich, wobei mir die vorgeschlagene Änderung der Überlegenheit auf das Verhältnis 1:1 gut gefällt.
Sollten kleine Trupps eine Burg angreifen können? Falls die Burg gut verteidigt wird, wäre das wahrscheinlich unsinnig und selbstmörderisch. Bei einer Burg ohne bewaffnete Verteidiger wäre es vielleicht anders. Aber kann so ein kleiner Trupp überhaupt in die Burg eindringen?
Eine Armee mit vielen gut ausgerüsteten Angreifern kann sicherlich einen Angriff starten. Das Kampfverhältnis 1:1 finde ich dabei sinnvoll als Zusatz zum Verteidigungbonus.

Jetzt muss noch geklärt werden, wie sich eine Belagerung von einem Angriff mit Belagerungswaffen unterscheidet. Die BELAGERUNG hat das Ziel, den Gegner zu blockieren und wahlweise die Burg zu zerstören. Greift die Armee jedoch an und nutzt dabei auch ihre Katapulte, wäre das zunächst nur ein normaler Kampf ohne Gebäudezerstörung, d.h. hier muss die Programmierung noch erweitert werden, wenn wir das wollen.

Was ist mit überfüllten Burgen? Wie wirkt es sich beim Kampf aus, wenn zu viele Verteidiger in der Burg sind?

Rogolan
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Re: Burgen und allerlei Kampfregeln

Beitrag von Rogolan » So 1. Mär 2026, 21:50

Ich bin mir nicht sicher, ob wir vom selben sprechen.

Burgenkampf
Mein Ansatz war, die "Kein Angriff von Einheiten in Gebäuden" Regel beizubehalten.
Standardfall: Der Regionsbesitzer hat Gebäude und bewacht die Region. Er hat im Falle einer Invasion 3 Möglichkeiten.
1.) er lässt alles, wie es ist und sobald der Gegner eine bewachende Einheit oder eine außerhalb eines Gebäudes angreift, kommt es zum Kampf und die Regeländerungen greifen. Der Verteidiger profitiert von seinen Gebäuden und kann auch (leicht) übermächtigen Truppen standhalten.
2.) er stellt die Bewachung ein, setzt auf KÄMPFEN nicht, holt alle Einheiten, die reinpassen in die Gebäude. Somit sind alle im Gebäude vor Angriffen geschützt und alle draußen sind bewusst geopferte, leichte Beute. In diesem Fall muss der Angreifer wie bisher belagern. Der Vorteil dieser Taktik wäre, dass man Zeit gewinnt und Verstärkung herbeiholen kann.
3.) Er greift an. Bei einem Ausfall verlässt er wie bisher die Burg und hat keinen Verteidigerbonus durch die Gebäude.

Für diese Mechanik braucht es all die oben genannten Überlegungen und allfällig damit verbundenen Regeln eigentlich nicht.

Selbst bei Monstern würde das stimmig passen. Wenn eine 1 Mann Wache, meint, sie muss ihre Wachrunden drehen, während draußen ein Wolfsrudel umherzieht, dann soll sie angreifbar sein. Sie würde allenfalls aber von den Verteidigungsboni profitieren (im Extremfall wird er, sofern gut genug, alleine die Türe ihrer Hütte halten und einen Wolf nach dem anderen abmurksen... (muss man überlegen, ob man diesem Szenario Grenzen gibt, aber warum nicht). Man kann aber auch festlegen, dass Monster Einheiten in Gebäuden nie angreifen, auch wenn sie bewachen.

Belagerungen
Die Frage, wie man mit überfüllten Gebäuden umgeht, wird sich bei einer Belagerung tatsächlich stellen, denn irgendwann ist die Burg kleingeschossen.
Wäre es machbar, die Einheiten, die zu viel sind, automatisch zu Rundenanfang vor die Tür zu setzen? Also das Gebäude von unten nach oben leer zu machen? Dann hätte man die Möglichkeit, Prioritäten zu setzen, wer am Längsten geschützt werden soll. Einzig, wenn nur eine große Einheit drinsteht und die (fast) so groß ist, wie das Gebäude, wäre das etwas unpraktisch. Eine 1000 Mann-Einheit als Ganzes aus einer Zitadelle zu werfen, wenn diese unter 1000 GE kommt, wäre schon bitter...aber zu klein ist zu klein. ggf. kann man sich da was mit der Reihenfolge der Befehle überlegen, wodurch man als Spieler vor dem Kampf die Gelegenheit bekommt, die Einheit zu verkleinern ("zu große Einheit fliegt aus der Burg" wie das bisherige "verlässt für den Kampf das Gebäude" erst zu Kampfbeginn oder überhaupt nur im Kampf zu machen.

Bewachen vs. Belagern
An der Stelle wäre auch Platz für ein anderes Thema, das mich schon lange beschäftigt.
Bewachende Einheiten hindern niemand fremden am Bewachen. Das ist in meinen Augen das Unlogischste Verhalten überhaupt. Vom Steuern eintreiben über Reisefreiheit bis hin zum Nasenbohren ist alles per Bewache verhinderbar, aber dass jemand anderer bewacht, wird nicht unterbunden? Völlig unlogisch. Und führt zuweilen auch zu einer verqueren Aggressor / Opferdarstellung, wenn der eigentlich in seinem Reich bedrängte den ersten Schlag führen muss, um die Bewachung des Eindringlings wieder aufzuheben. Ich wäre sehr dafür, diese Regel abzuändern. Wer eine bewachte Region übernehmen will, soll die Wache weghauen.... oder man muss den Wachen/kampfbereiten Truppen in der Region zahlenmäßig überlegen sein, um sie zu "verdrängen".

Im Zusammenhang mit Belagerungen wäre dann statt der "Bewachung" ein "Belagerungszustand" erforderlich. Der signalisiert dann auch recht klar, was der "Besucher" denn für Intentionen hat. Analog zur Bewachung könnte man 2 Stufen einführen BELAGERE löst den Status "Belagert Region" aus (der meinetwegen auch Auswirkungen auf durchreisende Einheiten hat und vielleicht sogar die Region aus einem allfälligen Reich herauslöst,, hier sollte aber jedenfalls eine sinnvolle Untergrenze her, z.B. die belagernden Einheiten müssen mehr sein als die Bewachenden, damit da kein Unsinn mit Mini-Einheiten möglich ist) und BELAGERE Gebäude 123 belagert in der Folgerunde ein Gebäude. (Vergleichbar mit BEWACHE und BEWACHE Richtung).

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